6.1.1 DataMaps.eu

DataMaps.eu ist ein Projekt von Open3 – Verein zur Förderung von openSociety, openGovernment und openData und entstand im Rahmen des Create Camps Klagenfurt, das von 4. bis 6. Februar 2011 stattfand. DataMaps.eu, das früher „datenlandkarten.at“ geheißen hat, bietet ein Framework zum Erstellen einfacher thematischer Karten vgl. Open3 1. Von vielen Regionen der Welt gibt es vordefinierte Karten im SVG-Format (s. SVG). DataMaps.eu ist in der Liste der Anwendungen der drei Städte Graz, Linz und Wien geführt. Um eine Karte zu generieren, müssen Titel, Untertitel, Farbpalette und Vorlage definiert, sowie Daten hinzugefügt werden. Das Ergebnis kann eine Choroplethenkarte sein oder wie die Abbildung 6 zeigt, eine abgestufte Flächenfärbung anhand absoluter Zahlen vgl. DataMaps.

Abbildung 6: Beispiel einer mit DataMaps.eu erstellten Karte [Quelle: http://www.datamaps.eu/wp-content/uploads/2011/06/20110603-Sterbef__lle_gesamt_2009-Datenquelle__Stadt_Wien___data_wien_gv_at-1.png am 01.10.2012] Abbildung 6: Beispiel einer mit DataMaps.eu erstellten Karte [Quelle: http://www.datamaps.eu/wp-content/uploads/2011/06/20110603-Sterbef__lle_gesamt_2009-Datenquelle__Stadt_Wien___data_wien_gv_at-1.png am 01.10.2012]

Warum es nicht sinnvoll ist, absolute Zahlen flächig darzustellen erklärt Imhof wie folgt: „Hell-Dunkel-Abstufungen für die Mosaiken der Dichtekarten (z. B. Mengen pro km²) sind sinnvoll. Solche Relativ-Darstellungen zeigen, was man zu zeigen beabsichtigt. Kritisch aber wird die Sache, wenn irgendwelche absoluten Zahlenwerte, Werte, die mit den Flächengrößen der Mosaikfelder wenig oder nichts zu tun haben, durch Farb- oder Rastertöne dieser Felder ausgedrückt werden. Es wäre falsch, Absolutmengen der in den Mosaikstücken eingeschlossenen Objekte durch abgestufte Farb- oder Rastertöne darstellen zu wollen. Der Größen- und Mengeneindruck würde dann nämlich nicht nur durch eine bestimmte Tonstärke erzeugt, sondern darüber hinaus auch noch durch die Flächengröße des betreffenden Feldes. Man meint eine Objektanzahl, zeigt aber die Dimension der zugehörigen Fläche. Der Tonwert wird gleichsam mit der Flächengröße multipliziert. Große Areale, die dank ihrer Ausdehnung naturgemäß meist viele Objekte enthalten, werden stark überbetont, die kleinen Areale aber abgewertet. […] Der Flächenton kann nur für relative Mengen, für solche pro Flächeneinheit, statistisches Mengensymbol sein.“. Und er schließt mit: „Durch Nichtbeachten dieser elementaren Lehre sind schon unzählige Karten verdorben und verfälscht worden. Und immer wieder verfängt sich der Unkundige oder Unvorsichtige in solchen kartographischen Spinnennetzen.Imhof 1972: 176.

Verwendete Literatur

Tags