3.4 Region Linz

Die Einführung von Open Government Data in der Region Linz am 03. Oktober 2011 ist in das Konzept der Open Commons Region Linz eingebettet. Diese hat ihren Ursprung im Beschluss des Linzer Gemeinderats vom 23.10.2008, wo es heißt: „Die Magistrats-Dienststelle IT wird beauftragt, eine Potenzialanalyse mit Umsetzungskonzept in Auftrag zu geben, wie der Großraum Linz zur Open-Source Region werden kann […].Kempinger 2010: 9. Im Zuge der weiteren Umsetzung entschied man sich dann dazu, nicht mehr von Open Source, sondern von Open Commons zu sprechen, so kommt die im Zuge dessen erstellte Studie zum Schluss: „Ausgehend von den oben angeführten Überlegungen verstehen die Verfasser unter dem Begriff ‚Open Commons‘ (OC), dass ein Artefakt (Werk, Erfindung oder sonstiger Gegenstand) frei genutzt werden kann, obwohl es durch das Urheberrecht, Patentrecht oder andere gesetzliche oder vertragliche Bestimmungen geschützt ist. […] Dies schließt nicht aus, dass die Bereitstellung des Artefakts […] mit der Leistung eines Entgelts verbunden sein können, solange damit keine Entgelte für die Nutzungsrechte selbst zu leisten sind.Kempinger 2010: 11f.

Mit 3. Oktober 2011 startete Linz sein OGD-Portal unter data.linz.gv.at mit 90 Datensätzen. Damit stehen erstmals in Österreich auch Gemeinderatsprotokolle und Echtzeitdaten der Verkehrsbetriebe zur Verfügung. Weiters basiert das Linzer Portal erstmalig in Österreich auf der Metadatenkatalogsoftware CKAN vgl. Harm 1 2011. Mittlerweile umfasst das Datenportal der Open Commons Region Linz 107 Datensätze [Stand: 28.09.2012].

Neben Wien kümmert sich auch die Verwaltung in Linz um einen Regen Dialog mit der interessierten Öffentlichkeit. So konnten die Daten schon vor dem Starttermin im Zuge eines Online-Stammtisches am 27.09.2011 begutachtet werden vgl. Harm 1 2011. Dass Förderung und Dialog mit der den Anwendern Früchte tragen, zeigte sich auch im Rahmen des Apps4Linz Preises 2012 zu dem es 39 Einreichungen gab und insgesamt 8.000 Euro an Preisgeld vergeben wurden vgl. Pawel 2012. Gerald Kempinger von der IKT Linz GmbH stellte bei der Open Government Data Konferenz am 26. Juni 2012 im Linzer Wissensturm diese Kosten in Relation zu den 80.000 Euro die es gebraucht hätte, wenn all diese Anwendungen magistratsintern gemacht worden wären.

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