3.12 Weitere Entwicklungen

Bereits im April 2012 gab es Hinweise darauf, dass das Land Kärnten ebenfalls ein OGD-Portal vorbereitet, allerdings wurde bisher nichts dementsprechendes mehr bekannt vgl. Holzer 2012.

Nach dem Silent Launch des österreichischen Bundesportals data.gv.at waren für einige Wochen Daten der Statistik Austria verlinkt. Allerdings waren diese Daten nicht mit den Prinzipien von OGD im Einklang. So wurde einfach auf die entsprechenden Seiten des Internetauftritts der Statistik Austria verlinkt, wo die Daten in Form von HTML-Dateien (s. HTML) verfügbar und mit einem Copyright versehen waren. Daher wurde die Verlinkung wieder entfernt. Der Generaldirektor der Statistik Austria, Konrad Pesendorfer bekannte sich jedoch im Juni 2012 in einem Interview zu OGD. Diese sollen nach interner Klärung offener Fragen wieder auf data.gv.at zu finden sein vgl. Harm 2 2012. Das österreichweite Portal wird in der nächsten Phase auch soweit ausgebaut, dass Verwaltungseinheiten ohne eigenes Portal ihre Daten direkt auf data.gv.at publizieren können.

Nach einigen lokalen Wettbewerben soll mit Start der Vollversion des Bundesportals am 18. Oktober 2012 auch der erste österreichweite Apps4Austria Contest starten.

Die von der Öffentlichkeit immer wieder geforderte Freigabe von (Echtzeit) Fahrplandaten des öffentlichen Verkehrs wurde bisher nur in Linz umgesetzt. Die Wiener Linien stehen über die Wiener Stadtverwaltung im Kontakt mit den Bürgern, unternahmen bisher aber eher zögerliche Schritte in Richtung OGD. So gab Eduard Winter, Geschäftsführer der Wiener Linien für den betrieblichen Bereich, in einem Chat auf diepresse.com bezüglich der Freigabe von Echtzeitdaten bekannt: „Wir wollen vermeiden, dass unsere Echtzeitdaten ungefiltert abrufbar werden, da es dann durchaus möglich sein kann, sich auf unserem Server einzuloggen. Da haben wir die Befürchtung, dass hier möglicherweise kriminelle Energie freiwerden könnte - zum Schaden unserer Fahrgäste.Presse 2012. Bis jetzt ist ein Datensatz, der zu Aufzügen in den Stationen der Wiener Linien, verfügbar, sowie die Standorte der Haltestellen der Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR). Von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sind keine Vorstöße in Richtung OGD bekannt.

Ende September 2012 stellte die Österreichische Nationalbibliothek das Konzept Vision 2012 vor, darin heißt es unter anderem: „Wir werden Projekte durchführen, in denen wir unsere historischen Karten, topografischen Ansichten, Ansichtskarten und Bildbestände mit Geo-Daten versehen. Wir werden uns intensiv im Bereich „Open Data“ engagieren. Wir werden Projekte zur semantischen Anreicherung unserer Metadaten initiieren und maßgeblich zu europäischen Initiativen in diesem Feld beitragen. Wir werden Schnittstellen implementieren, die es uns ermöglichen, sämtliche Metadaten in standardisierter Form zur freien Weiternutzung im Web zur Verfügung zu stellen, und Initiativen unterstützen, die kreative und innovative Applikationen auf Basis unserer Daten entwickeln.Rachinger 2012: 18.

Verwendete Literatur

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