2.3 OGD weltweit

Dass die führenden Nationen bei OGD aus dem englischsprachigen Bereich kommen, scheint auf das dort herrschende Verständnis von Politik zurückzuführen zu sein: „Das kulturhistorische und gesellschaftliche Verständnis von Offenheit und Transparenz und die damit verbundene Auswirkung auf die verfassungsrechtlich definierten Staatsgrundprinzipien tragen wesentlich zu den Ausprägungen offener Verwaltungsdaten bei. Die USA, Australien, Neuseeland und Großbritannien sind beispielsweise auf föderaler Ebene geprägt vom Prinzip der Informationsfreiheit. Informationsfreiheitsgesetze regeln Offenlegungspflichten staatlicher Institutionen. All jene Daten, die nicht Privatinteressen oder die nationale Sicherheit betreffen, müssen veröffentlicht werden. Die nordeuropäischen Länder haben ebenfalls eine lange Tradition der Offenheit in der Verwaltung. 1766 führte Schweden als erste Nation weltweit die Pressefreiheit ein, was sich bis heute als ‚Transparenzprinzip‘ in der Schwedischen Verfassung wiederfindet.Kaltenböck 2011: 16f.

Ein weiterer Meilenstein ist der Freedom of Information Act der USA, der seit den 1960er Jahren zur Anwendung kommt, sowie die Rechtslage in den USA, wonach Regierungsdaten keinem Urheberrecht unterliegen vgl. Tauberer 2012: 121. Dadurch stehen etwa weltweit Satellitenbilder oder SRTM-Daten zur Verfügung. Mit der Unterzeichnung der Open Government Direktive am 21. Jänner 2009 läutete Barack Obama schließlich die aktuelle Entwicklung von Open Government Data ein.

Innerhalb kurzer Zeit entstanden nationale und lokale Datenportale wie etwa data.gov in den USA, data.gov.uk und data.london.gov.uk in Großbritannien oder opendata.go.ke in Kenia. Am 20. September 2011 wurde die Open Government Partnership (OGP) gegründet. Zunächst mit 8 teilnehmenden Ländern, 47 kamen dazu vgl. OGP. Österreich und Deutschland sind der OGP nicht beigetreten.

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