12 Zusammenfassung – Abstract

Zusammenfassung

Open Government Data (OGD) steht für eine Entwicklung der letzten Jahre, die ihren Ausgang in den USA nahm und seit etwa 2 Jahren auch in Österreich umgesetzt wird. „Offene Verwaltungsdaten sind jene Datenbestände des öffentlichen Sektors, die von Staat und Verwaltung im Interesse der Allgemeinheit ohne jedwede Einschränkung zur freien Nutzung, zur Weiterverbreitung und zur freien Weiterverwendung frei zugänglich gemacht werden.von Lucke 2012/12: 6. In Österreich sind Datensätze mit Personenbezug von der Veröffentlichung ausgenommen. Dabei sind OGD eine Weiterentwicklung der Konzepte von Open Government und Open Data.

In Österreich formierte sich unter dem Namen Cooperation OGD Österreich eine Gruppe von Verwaltungseinheiten, um sich einheitliche Standards zu geben. Um die Idee von OGD konkreter fassbar zu machen, entschied man sich seitens dieser Kooperation zwei Dokumente auszuarbeiten. Eines, um die Rahmenbedingungen für OGD-Plattformen festzulegen, das zweite beschäftigt sich mit den Anforderungen an die Metadatenstruktur. Man entschied sich, internationalen Beispielen zu folgen und die 10 Punkte der OGD-Prinzipien zu übernehmen.

Als Vorteile für Open Government Data werden: besser informierte Bürger, finanzielle Vorteile in der Verwaltung und positive volkswirtschaftliche Aspekte genannt. Bedenken gibt es darüber, dass durch Kombination mehrerer Datensätze Rückschlüsse auf Personen möglich werden. Weiters finanzieren sich einige öffentliche Einrichtungen derzeit durch den Verkauf von Daten. Es gibt auch Bedenken, die Daten könnten falsch interpretiert oder nicht korrekt angewandt werden.

In Österreich gibt es zurzeit 12 staatliche und kommunale Stellen, die ihre Daten OGD-konform anbieten. Als erstes österreichisches Datenportal startete das der Stadt Wien am 17.05.2011. Die Datensätze werden, wenn nicht anders angegeben mit der Lizenz CC-BY-AT in der Version 3 angeboten und sind über OGD-Portale der Gebietskörperschaft und das österreichische Bundesportal in diversen Formaten verfügbar.

Ein Großteil der angebotenen Datensätze weist einen Raumbezug auf. Diese Daten lassen sich in die Kategorien Luftbilder, Höhenmodelle, Basiskarten, Grenzen, topographische Daten, Points of Interest, Namengut, statistische Daten und räumliche Strukturdaten unterscheiden. Auf Basis von OGD wurden bisher österreichweit etwa 80 Anwendungen erstellt. Diese reichen von GIS-Karten und Visualisierungen über Online Karten hin zu Plugins für Content Management Systeme, Smartphone Apps und Anwendungen zum öffentlichen Verkehr.

Der Großteil der bekannten Anwendungen wurde von Menschen ohne kartographischem Hintergrund erstellt. Man spricht in diesem Zusammenhang von Neokartographie. Nur drei Anwendungen sind bekannt, die im Umkreis der Geoinformation entstanden sind.

Die Herausgabe öffentlicher Daten unter der OGD-Bedingungen geschieht in Österreich derzeit auf freiwilliger Basis, daher schwankt der Umfang der angebotenen Daten sehr stark. Seitens der Europäischen Kommission wurde mehrfach auf das Potential offener Daten hingewiesen. Es ist noch nicht absehbar, wo diese Entwicklung hinführen wird.

Abstract

The idea of Open Government Data (OGD) was developed in the United States a few years ago. The first implementation in Austria started about 2 years ago at the city of Vienna. Open Government Data stands for data and information produced or commissioned by government, that are approved for everyone to use, re-use and re-distribute without any restrictions cf. von Lucke 2012/12: 6. In Austria personal data or information are protected from publication. OGD is the further stage of the two concepts Open Government and Open Data.

A coalition of willing governmental bodies established the Cooperation OGD Österreich to develop common standards. To breathe life into the idea of OGD, this cooperation decided to publish two papers. One to define a framework for OGD-portals and the other one deals with the requirements of the metadata standards. According to international practice, the ten principles of OGD were accepted.

Advantages of Open Government Data are better informed citizens, financial benefits within the public administration and economic gain for the society. But there are also privacy concerns about the combination of multiple datasets. An other point is that some agencies are co-financed by selling their data. Furthermore there is the risk, that data are misunderstood or misused.

At the moment 12 austrian governments or government controlled entities share their data in an open way. By May 17th 2011 the city of Vienna launched it's data-portal, the first in Austria. All data or information is licensed under CC-BY-AT Version 3, if not other mentioned. Most administrations run their own data portal, but metadata are also available national portal.

The majority of the data are spatial and can be summarized in the domains aerial imagery, elevation models, base maps, borders, topographic data, points of interest, names, statistic data and an interface for a topological query of Austrian administration units. On this basis, about 80 applications have been realized until now. From GIS-maps and visualizations to online-maps, plugins for content management systems, smartphone apps and applications about public transport.

The vast majority of applications are being produced by citizens without cartographic background. This trend is called neocartography.

The whole OGD-movement in Austria is based on the voluntary cooperation of some agencies. This determines that the amount and quality oft the provided information is very inconsistent. The European Commission praised the potential of open data several times. From the todays point of view, it's unclear where the development of OGD will end.

Verwendete Literatur

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